Cybermobbing — was es ist, was du tun kannst und wo du Hilfe bekommst
Cybermobbing betrifft weltweit ueber 58 Prozent der Jugendlichen. In der Schweiz wurden 36 Prozent wegen ihres Aussehens online belaestigt. Wir erklaeren, was Cybermobbing ist, was du tun kannst und wo du Hilfe bekommst.
Cybermobbing ist kein Randproblem. Die Zahl der Betroffenen ist von 33,6 Prozent im Jahr 2016 auf 58,2 Prozent im Jahr 2025 gestiegen — weltweit hat ueber die Haelfte aller Jugendlichen es erlebt. In der Schweiz wurden 36 Prozent der Jugendlichen in den letzten zwei Jahren wegen ihres Aussehens online belaestigt. Jungen sind in der Schweiz deutlich haeufiger sowohl Taeter als auch Opfer.
64 Prozent der Betroffenen sagen, dass Cybermobbing ihre Faehigkeit beeintraechtigt, zu lernen und sich in der Schule sicher zu fuehlen. 19,2 Prozent blieben wegen Cybermobbing von der Schule fern. Die Folgen reichen von Depressionen, Angst und Schlafproblemen bis zu Suizidgedanken. LGBTQ+-Jugendliche sind besonders stark betroffen.
Formen von Cybermobbing
Gemeine oder verletzende Kommentare. Geruechte verbreiten. Ausschluss aus Gruppenchats. Peinliche Fotos oder Videos teilen. Gefaelschte Profile erstellen, um jemanden zu belaestigen. Drohungen. Doxxing — also persoenliche Informationen wie Adresse oder Telefonnummer ohne Zustimmung veroeffentlichen. Und Identitaetsdiebstahl: sich als jemand anderes ausgeben.
Was ist Cybermobbing nach Schweizer Recht?
In der Schweiz kann Cybermobbing mehrere Straftatbestaende erfuellen: Ueble Nachrede, Drohung, Noetigung, Verletzung des Privatbereichs, Beschimpfung, und in schweren Faellen sexuelle Belaestigung oder Pornografiedelikte. Schulen haben eine Fuersorgepflicht. Cybermobbing ist kein Kavaliersdelikt — es hat echte rechtliche Konsequenzen.
Was du tun kannst, wenn du betroffen bist
Antworte nicht auf Mobbing-Nachrichten. Sichere Beweise — mache Screenshots mit Datum. Blockiere die Person. Melde den Inhalt auf der Plattform. Sprich mit einem Erwachsenen, dem du vertraust: Eltern, Lehrer, Schulberatung. Kontaktiere Pro Juventute unter 147 (Schweiz) oder die Nummer gegen Kummer unter 116111 (Deutschland) — beides kostenlos, anonym. Bei schweren Faellen: Anzeige bei der Polizei.
Was du als Zuschauer tun kannst
Teile oder «like» keine Mobbing-Inhalte. Unterstuetze das Opfer privat — eine nette Nachricht macht einen Unterschied. Melde den Inhalt. Sprich mit einem Erwachsenen. Zuschauer, die handeln, koennen die Situation veraendern.
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