Sicheres Online-Banking — 10 goldene Regeln fuer Ihren Schutz
89 Prozent der ueber 65-Jaehrigen in der Schweiz sind online. Gleichzeitig finden 80 Prozent aller Betrugsfaelle digital statt. Wir erklaeren die 10 wichtigsten Regeln fuer sicheres Online-Banking und was Ihre Bank niemals von Ihnen verlangen wird.
89 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer ueber 65 sind heute online — das zeigt die Studie Digital Seniors 2025 von Pro Senectute. Vor fuenfzehn Jahren waren es noch 38 Prozent. Online-Banking, Einkaufen und Kommunikation gehoeren fuer die meisten laengst zum Alltag. Gleichzeitig finden 80 Prozent aller Betrugsfaelle in der Schweiz mittlerweile digital statt. Die gute Nachricht: Schweizer Banken bieten ausgezeichnete Sicherheitsinfrastruktur. Die Verantwortung fuer den sicheren Umgang liegt aber zu einem grossen Teil bei den Nutzerinnen und Nutzern selbst.
Die groesste aktuelle Gefahr: Real-Time Phishing
Das BACS warnte im Juli 2025 vor einer besonders raffinierten Methode: Kriminelle kaufen Google-Anzeigen, die den E-Banking-Portalen von Kantonalbanken zum Verwechseln aehnlich sehen. Wer ueber Google nach dem Login seiner Bank sucht, klickt moeglicherweise auf eine gefaelschte Anzeige statt auf die echte Webseite. Das Besondere an dieser Methode: Die Betrueger fangen nicht nur die Login-Daten ab, sondern auch die Zwei-Faktor-Codes in Echtzeit — und loggen sich gleichzeitig beim echten Portal ein.
Noch perfider ist das sogenannte «Double Phishing»: Nach einem erfolgreichen ersten Angriff rufen die Taeter ihre Opfer an und geben sich als Bankmitarbeiter aus. Sie nutzen den frischen Vorfall, um noch mehr Geld zu erbeuten.
10 goldene Regeln fuer sicheres Online-Banking
Erstens: Tippen Sie die Internetadresse Ihrer Bank immer direkt in den Browser ein — zum Beispiel ubs.com oder postfinance.ch. Verwenden Sie niemals Suchergebnisse oder Links aus E-Mails, um auf Ihr E-Banking zuzugreifen. Zweitens: Pruefen Sie, ob die Adresszeile die korrekte Domain Ihrer Bank mit einem Schloss-Symbol (HTTPS) anzeigt. Drittens: Scannen Sie QR-Codes nur auf der offiziellen Login-Seite — niemals aus E-Mails oder SMS.
Viertens: Verwenden Sie die offizielle App Ihrer Bank, heruntergeladen ausschliesslich aus dem App Store oder von Google Play. Fuenftens: Aktivieren Sie Push-Benachrichtigungen fuer alle Transaktionen — so sehen Sie unautorisierte Aktivitaeten sofort. Sechstens: Setzen Sie Transaktionslimiten, die Ihrem tatsaechlichen Bedarf entsprechen. Ihre Bank kann diese auf Wunsch senken.
Siebtens: Teilen Sie niemals Passwoerter, PINs, TAN-Codes oder Access-Card-Nummern mit irgendjemandem — auch nicht mit Ihrer Bank. Achtens: Melden Sie sich nach jeder Sitzung ab und schliessen Sie den Browser. Neuntens: Halten Sie Geraete, Browser und Banking-App immer aktuell. Zehntens: Verwenden Sie ein starkes, einzigartiges Passwort fuer Ihr Banking und aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung.
Was Ihre Bank niemals tun wird
Keine Schweizer Bank wird Sie jemals per E-Mail, SMS oder Telefon nach Passwoertern oder PINs fragen. Keine Bank wird Sie bitten, TeamViewer oder AnyDesk zu installieren, damit ein Mitarbeiter auf Ihren Computer zugreifen kann. Keine Bank wird Sie auffordern, Geld auf ein «Sicherheitskonto» zu ueberweisen. Und keine Bank wird Ihnen QR-Codes per E-Mail schicken, die Sie scannen sollen. Wer eines dieser Dinge verlangt, ist ein Betrueger — ohne Ausnahme.
Wo Sie Hilfe bekommen
Kostenlose Kurse fuer sicheres E-Banking bieten ebas.ch (eine Initiative der HSLU und des BACS), die UBS mit ihren Digital Banking Fragerunden, und Pro Senectute mit rund 9'000 Digitalkursen pro Jahr in der ganzen Schweiz. Seniorweb.ch bietet zudem verstaendliche Anleitungen auf Deutsch.
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