FÜR ELTERN
Schütz dein Kind online
Von Gaming-Scams bis Social Media: Was Eltern im DACH-Raum wissen müssen.
Nach Altersgruppe
Grundschule (6–11)
Erste Schritte online, Tablet-Nutzung, altersgerechte Apps. Fokus: Regeln aufstellen, sichere Geräte.
Mittelstufe (12–14)
Eigenes Smartphone, Gaming, erste Social-Media-Accounts. Fokus: Datenschutz, Gruppendruck, In-App-Käufe.
Teenager (15–17)
Selbstständige Nutzung, Online-Shopping, Dating-Apps. Fokus: Identitätsschutz, Finanzbetrug, Sextortion.
Gaming-Scams
Die häufigsten Betrugsmaschen richten sich an junge Gamer. So erkennst du sie — und so schützt du dein Kind.
Roblox
"Gratis Robux durch externen Link"
Kinder werden auf gefälschte Seiten gelockt, die kostenlose Robux versprechen. Dort werden Login-Daten oder persönliche Informationen abgegriffen.
Eltern-Tipps:
- 2FA aktivieren
- In-App-Käufe sperren
- Kind informieren: Echte Robux gibt es nur im offiziellen Store
Fortnite
"Gratis V-Bucks gegen Login-Daten"
Betrüger bieten V-Bucks im Tausch gegen Epic-Games-Login an. Account wird übernommen, Zahlungsdaten missbraucht.
Eltern-Tipps:
- V-Bucks gibt es ausschliesslich im Epic Games Store
- Nie auf Drittanbieter-Seiten
- 2FA aktivieren
EA FC
"Billige Coins auf Drittanbieter-Seiten"
Günstige Coins von externen Anbietern führen oft zu Account-Bans. Häufig steckt Kreditkartenbetrug dahinter.
Eltern-Tipps:
- Account-Ban-Risiko erklären
- Zahlungsmethoden im EA-Account einschränken
- Nur offizielle Quellen nutzen
Grundschule (6–11 Jahre)
- • Geräte laden nachts in der Küche — nicht im Kinderzimmer
- • Klare Regeln: Welche Apps sind erlaubt? Wie lange?
- • Kindgerechte Suchmaschinen verwenden (z.B. fragFINN)
- • Gemeinsam erste Schritte online machen
- • Offene Gespräche statt Verbote — frag dein Kind, was es online macht
Mittelstufe (12–14 Jahre)
- • Datenschutz-Einstellungen gemeinsam einrichten
- • In-App-Käufe deaktivieren oder mit Passwort sichern
- • Über Gruppendruck und Fake-Profile sprechen
- • Keine persönlichen Daten in öffentlichen Profilen
- • Verdächtige Nachrichten gemeinsam besprechen
Teenager (15–17 Jahre)
- • Identitätsschutz: Keine Ausweiskopien versenden
- • Vorsicht bei Online-Shopping: Fake-Shops erkennen
- • Sextortion-Risiken besprechen — ohne Schuldzuweisung
- • Erste eigene Konten: Sichere Passwörter, 2FA überall
- • Investment-Scams auf Social Media erkennen
Elterliche Kontrollen einrichten
iOS Screen Time
App-Limits, Inhaltsbeschränkungen und Bildschirmzeit-Berichte für iPhone und iPad.
Anleitung bei Apple →Android Family Link
App-Genehmigungen, Standort, Bildschirmzeit und Content-Filter für Android-Geräte.
Anleitung bei Google →Windows Family Safety
Bildschirmzeit, Web-Filter und App-Beschränkungen für Windows-PCs und Xbox.
Anleitung bei Microsoft →Allgemein: Geräte laden nachts in der Küche — nicht im Kinderzimmer. Offene Gespräche statt Verbote: Frag dein Kind regelmässig, was es online erlebt.
Mein Kind wurde kontaktiert — was jetzt?
- 1. Ruhe bewahren. Keine Schuldzuweisungen. Dein Kind braucht Unterstützung.
- 2. Screenshots machen. Alle Nachrichten, Profile und Links dokumentieren, bevor etwas gelöscht wird.
- 3. Kontakt blockieren. Den Absender auf der jeweiligen Plattform blockieren und melden.
- 4. Passwörter ändern. Falls Login-Daten weitergegeben wurden: Sofort alle betroffenen Accounts sichern.
- 5. Bei der Polizei melden. Bei Erpressung, Drohungen oder finanziellen Verlusten: Anzeige erstatten.
Social Media Scams
Instagram, TikTok, Snapchat — auf jeder Plattform lauern eigene Gefahren. Hier die wichtigsten.
Instagram
Fake-Follower-Angebote, gefälschte Gewinnspiele, Phishing über DMs. Datenschutz-Einstellungen regelmässig prüfen.
TikTok
Gefälschte Challenges, Links in Bio-Beschreibungen, Investment-Scams. Privates Konto aktivieren, Kommentare einschränken.
Snapchat
Fake-Accounts, Erpressung mit Screenshots, Standort-Tracking. Snap Map deaktivieren, keine Fremden als Freunde hinzufügen.